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Wissenswertes über Storage für jede IT-Infrastruktur

 

Storage Systeme – Zentrale Datenspeicher mit hoher Verfügbarkeit

In Unternehmen mit hohem Datenaufkommen und in Rechenzentren spielen Storage-Systeme eine entscheidende Rolle beim Datenmanagement. Mit den zentralen Speicherlösungen können wichtige Daten effizient verwaltet und mit hoher Verfügbarkeit bereitgestellt werden. Dabei erfüllen umfangreiche Sicherheitsmechanismen wie Redundanz, Verschlüsselung, Authentifizierung und eine definierte Zugriffskontrolle die hohen Anforderungen sensibler Geschäftsbereiche. So werden etwa Kunden- und Patienteninformationen vor unbefugtem Zugriff geschützt und sind nur autorisierten Benutzern zugänglich.

HPE MSA 2040 Gen4 Modular Smart Array

 

 

 

 

Professionelle Storage-Systeme bieten je nach Modell zahlreiche Einschübe für Festplatten oder SSDs und lassen sich häufig durch Erweiterungseinheiten ausbauen. Dabei ermöglicht die redundante Speicherung, dass geschäftskritische Daten auch bei einem Ausfall einzelner Laufwerke vor Verlust geschützt sind und in der Regel weiterhin verfügbar bleiben. Wenn durch wachsende Geschäftsbereiche die Anforderungen an den Datenspeicher steigen, bieten Storage Systeme mit ihrer Skalierbarkeit außerdem vielseitige Möglichkeiten zur flexiblen Anpassung an neue Bedingungen.

HPE StoreEver MSL3040 Scalable Base 0-Drive Tape Library

 

 

 

 

Zur dauerhaften Archivierung wichtiger Datensätze oder für eine regelmäßige Datensicherung erlauben Storage Systeme häufig auch die Integration von Bandlaufwerken. Mit einem solchen Backup-System werden die Informationen auf Magnetbänder geschrieben, die sich durch ihre hohe Speicherkapazität auszeichnen. Somit lassen sich große Datenmengen dauerhaft und sicher aufbewahren, wenn dies etwa durch gesetzliche Vorschriften erforderlich ist.

 

Speichermedien für Storage Systeme und ihre Einsatzprofile

Die Wahl der eingesetzten Datenträger prägt maßgeblich die Leistungsfähigkeit eines Storage-Systems. Nicht jedes Szenario erfordert maximale Geschwindigkeit, nicht jedes profitiert von höchster Kapazität. Die sinnvolle Kombination beider Technologien ermöglicht oft das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Seagate Exos 2.5

 

 

 

 

 

HDD-basierte Speicher bieten kostengünstige Kapazität mit klassischen Festplatten für sequenzielle Workloads, Archivdaten und Backup-Zielspeicher. Ihre Stärke liegt in der Speicherdichte und dem Preis pro Terabyte, weshalb sie nach wie vor in Daten- und Archiv-Tiers dominieren. Für Anwendungen mit hohem Durchsatz bei gleichzeitig moderatem IOPS-Bedarf – etwa Streaming, große Dateiablagen oder Langzeitarchive – sind sie die ökonomisch naheliegende Wahl.

DELL EMC 1.6TB U.3 2.5

 

 

 

 

 

 

NVMe-SSDs erhöhen die Performance-Charakteristik eines Storage-Systems deutlich. Wo Latenzen und Geschwindigkeit zählen – bei Datenbanken, virtuellen Maschinen, Echtzeitanalysen oder datenintensiven KI-Workloads – entfalten moderne All-Flash-Arrays ihr Potenzial. Hybride Konfigurationen bieten mit automatisiertem Tiering Flexibilität für unterschiedliche Workloads, indem Daten dynamisch zwischen schnellem Flash und kostengünstigem HDD-Speicher verschoben werden, basierend auf tatsächlicher Zugriffshäufigkeit.

HPE LTO-7 Ultrium RW Data Cartridge

 

 

 

 

 

 

Bandlaufwerke für Backup und Archivierung bleiben in vielen Branchen relevant. Magnetbänder bieten hohe Speicherkapazität, lange Archivierungszeiträume und niedrige Kosten pro gespeichertem Terabyte. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten oder Compliance-Anforderungen machen sie oft unverzichtbar.

 

Storage-Architekturen: DAS, NAS und SAN

Drei grundlegende Standards dominieren den Enterprise-Bereich, jeder mit spezifischen Stärken. Abhängig von der vorhandenen Infrastruktur unterscheiden sich Skalierbarkeit und Management-Komplexität.

 

Direct Attached Storage (DAS)

DAS-Systeme verbinden Speicher direkt mit einem Host-Server über SAS, SATA oder NVMe. Diese Einfachheit ist zugleich Stärke und Grenze: Minimale Latenz, maximale Übertragungsraten für den einzelnen Host, und das ohne Netzwerkkonfiguration zur Storage-Anbindung. Für dedizierte Workloads mit hohem Durchsatzbedarf – etwa Datenbankserver, Rendering-Farmen oder lokale Virtualisierungs-Cluster – bietet DAS eine schlanke, kosteneffiziente Lösung. Die Einschränkung liegt in der fehlenden gemeinsamen Nutzbarkeit: Ressourcen sind an den verbundenen Server gebunden.

Network Attached Storage (NAS)

NAS-Systeme heben die Speicherressource auf Protokollebene in das Netzwerk. Über NFS oder SMB/CIFS wird Datei-Zugriff für heterogene Client-Landschaften bereitgestellt, unabhängig vom Betriebssystem. Die Integration erfordert lediglich Netzwerk-Konnektivität, die Verwaltung erfolgt zentral über das NAS-System selbst. Für gemeinsame Arbeitsverzeichnisse, Home-Laufwerke, Content-Repositorys oder verteilte Teams ist diese Architektur oft die pragmatischste Wahl, wobei die Leistung von Netzwerkgeschwindigkeit und Art der Zugriffe beeinflusst wird.

Storage Area Network (SAN)

SAN-Lösungen realisieren einen dedizierten Speichernetzbereich, typischerweise auf Basis von Fibre Channel oder iSCSI über isolierte Ethernet-Segmente. Block-Level-Zugriff ermöglicht den Einsatz als native Festplatte aus Sicht des Hosts – Dateisysteme, Clustering und Datenbanken agieren transparent, als wäre lokaler Speicher angebunden. Die Entkopplung von Server- und Speicherressourcen erlaubt dynamische Zuteilung, Live-Migration virtualisierter Workloads und zentrale Speicheroptimierung. Besonders Rechenzentren mit hoher Virtualisierungsdichte, konsolidierten Datenbanklandschaften oder Anforderungen an durchgängige Verfügbarkeit profitieren von diesem Standard.

 

Storage Komplettsysteme - Flexibel skalierbar durch Erweiterungseinheiten

Eine oft ideale Lösung für bestehende IT-Infrastrukturen sind Storage-Komplettsysteme. Sie vereinen alle erforderlichen Komponenten in einem 19"-Gehäuse, das effizient und platzsparend im Serverschrank oder Rack installiert werden kann. Hier sind neben den Datenträgern für den benötigten Speicherplatz auch alle weiteren wichtigen Komponenten enthalten.

HPE NIMBLE AF80 All Flash Array

 

 

 

 

Storage-Controller

Mit den integrierten Storage-Controllern werden alle installierten Festplatten verwaltet. Diese Komponente steuert sämtliche Lese- und Schreibzugriffe, organisiert den Verbund der Laufwerke und gewährleistet so, dass alle Daten auch bei einem Laufwerksdefekt sicher gespeichert werden. Wie Festplatten sind auch Storage-Controller häufig redundant vorhanden, was die Zuverlässigkeit des Storage-Systems weiter erhöht. Dies eliminiert den Single Point of Failure – bei Ausfall eines Controllers übernimmt der redundante Partnercontroller den Betrieb. Der Funktionsumfang und die Anbindung der Datenträger können je nach Modell variieren.

Netzwerkschnittstellen

Die Netzwerkkarte definiert die Anbindung an die bestehende Infrastruktur. Ethernet-Anschlüsse decken typische NAS-Szenarien ab, 25GbE/100GbE erweitern das Spektrum für leistungshungrige Workloads. Fibre-Channel-Anbindungen adressieren SAN-Umgebungen mit Vorteilen bei Latenz und hohem Durchsatz. Konvergente Adapter vereinigen mehrere Protokollstacks, was die Kabelinfrastruktur vereinfacht.

HPE MSA 1050 V2 Gen5 Modular Smart Array Ansicht Rückseite

 

 

 

 

 

Kühlung und Stromversorgung

Stabilität im Dauerbetrieb erfordert durchdachte thermische und elektrische Lösungen. So gewährleisten redundante Netzteile den unterbrechungsfreien Betrieb bei Ausfall einzelner Einheiten, und Hot-Swap-fähige Komponenten wie Gehäuselüfter erlauben den Austausch ohne Systemunterbrechung. Die modulare Bauweise professioneller Enterprise-Storage-Systeme ermöglicht somit Wartung und Reparatur während des laufenden Betriebs.

EMC VNX SAE 6G SAS Erweiterungsgehäuse

 

 

 

 

Erweiterungseinheiten

Wenn die Kapazität des Basissystems erschöpft ist, schaffen Erweiterungseinheiten (auch Shelves oder Expansion Enclosures genannt) zusätzlichen Raum für Datenträger. Durch die direkte Verbindung mit dem Storage-System kann der verfügbare Speicherplatz flexibel erhöht werden, wobei die Erweiterung als eigener Laufwerksverbund oder als Teil eines vorhandenen RAID-Systems konfiguriert werden kann.

 

Vorteile gebrauchter Storage-Systeme

  • Kostengünstige Enterprise-Storage-Technologie mit hoher Zuverlässigkeit
  • Sofort verfügbar ohne lange Lieferzeiten
  • Flexibel skalierbare Kapazität durch Erweiterungs-Shelves
  • Unterstützung für HDDs und SSDs je nach Performance-Anforderung
  • Redundante Komponenten sorgen für hohe Datenverfügbarkeit
  • Professionell aufbereitet und sorgfältig geprüft
  • Ressourcenschonende Nutzung hochwertiger Enterprise-Hardware

 

FAQ: Häufige Fragen zu Storage-Systemen

Welche Unterschiede bestehen zwischen SAN und NAS im praktischen Einsatz?

NAS stellt Datei-Zugriff auf Protokollebene bereit – ideal für gemeinsame Verzeichnisse, heterogene Client-Umgebungen und einfache Administration. SAN bietet Block-Zugriff, erscheint dem Host wie lokaler Speicher und eignet sich für Datenbanken, Cluster und virtualisierte Infrastrukturen mit hoher Performance-Anforderung. Hybride Umgebungen nutzen beides parallel: SAN für kritische Applikationen, NAS für Kollaboration und Dateiservices.

Kann ich in einem gebrauchten Storage-System moderne NVMe-SSDs betreiben?

Ja, sofern das System die physischen Schnittstellen und Protokolle unterstützt. Viele ältere Enterprise-Storage-Plattformen verfügen über SAS-Backplanes, die sowohl SAS-HDDs als auch SAS-SSDs aufnehmen können. Das NVMe-Protokoll erfordert PCIe-Unterstützung und dedizierte U.2- oder U.3-Slots – nicht jedes ältere Storage System bietet diese. Die Controller-Firmware muss zudem ebenfalls mit NVMe-Laufwerken kompatibel sein. Auf der Artikelseite jedes Storage-Systems in unserem Shop finden Sie die unterstützten Standards.

Wie skaliere ich ein vorhandenes Storage-System bei wachsendem Kapazitätsbedarf?

Die Skalierungsstrategie hängt von der Architektur ab. Modular aufgebaute Systeme erlauben das Hinzufügen von Erweiterungs-Shelves mit zusätzlichen Laufwerksschächten. Bei Scale-Out-Plattformen wird ein weiterer Node in den Cluster integriert, der sowohl zur Kapazität als auch zur Performance beiträgt. Für ältere Systeme mit begrenztem Expansionspotenzial kann die Migration in ein größeres Gehäuse oder das parallele Aufstellen eines zweiten Tiers sinnvoll sein.

Können RAID-Controller bei Bedarf ausgetauscht oder aufgerüstet werden?

In den meisten Enterprise-Storage-Systemen sind Storage-Controller als steckbare Module ausgeführt und somit austauschbar. Ein Upgrade auf eine leistungsfähigere Controller-Generation ist jedoch architekturabhängig: Backplane-Anbindung, Firmware-Kompatibilität und Cache-Architektur müssen harmonieren.

 

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