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Geräte

HP ProLiant und Dell PowerEdge Server - Ältere Generationen im Überblick

Die schnelle Entwicklung und der technische Fortschritt im IT-Bereich bringen in regelmäßigen Abständen neue Geräte hervor, die bei ihrer Veröffentlichung für optimale Leistung und Effizienz in der Regel die aktuellsten verfügbaren Standards unterstützen. Somit liegen die wesentlichen Unterschiede zwischen den Servergenerationen also in der Ausstattung mit Komponenten, die entscheidenden Einfluss auf die mögliche Rechenleistung und die Erweiterungsoptionen haben. Dabei ist sowohl bei der Auswahl älterer Geräte für spezielle Anwendungen als auch bei Ersatzteilen und Zubehör zu beachten, dass diese oft nur unter Berücksichtigung der jeweiligen Herstellervorgaben zur Modellgeneration untereinander kompatibel sind. Die Verfügbarkeit beim Hersteller ist nach Erscheinen einer neuen Modellgeneration zudem häufig begrenzt.

Die Rack- sowie Tower Server von HP und Dell unterstützen etwa die in der jeweiligen Generation relevanten Prozessoren (CPU: Central Processing Unit) von Intel und AMD in unterschiedlichen Modellvarianten, und ermöglichen den Einsatz dazu passender DDR-RAM Standards (Double Data Rate Random Access Memory) zur Bestückung mit Arbeitsspeicher. Weitere Unterschiede zeigen sich je nach Gerätegeneration in den SAS (Serial Attached SCSI) und SATA (Serial ATA) Anschlussmöglichkeiten für Festplatten, sowie den Revisionen der PCIe Steckplätze (PCI-Express) auf dem Mainboard für die Installation von Adapterkartenkarten zur Erweiterung der Systeme.

HP ProLiant und Dell PowerEdge Server nutzen vergleichbare Technik

HP (Hewlett Packard) übernahm den Produktnamen ProLiant nach der Fusion mit Compaq im Jahr 2002 als Nachfolger für die bis dahin verwendete Produktbezeichnung Netserver. Umstrukturierungen innerhalb des Konzerns führten 2015 dazu, dass ProLiant Geräte seit diesem Zeitpunkt unter der Marke HPE (Hewlett Packard Enterprise) vertrieben werden.
Die ProLiant Server sind bewährte und solide Lösungen für Unternehmen jeder Größe, die leistungsstarke und skalierbare Plattformen für ihre geschäftskritischen Anwendungen benötigen. In jeder Generation sind verschiedene Modelle in diversen Varianten, Konfigurationen und Formfaktoren erhältlich, die vielseitige Einsatzmöglichkeiten bieten und sich so für nahezu alle Anwendungen eignen.

Mit den PowerEdge Servern bietet Dell ebenfalls ein breites Spektrum an Systemen, die den unterschiedlichsten Anforderungen von Unternehmen gerecht werden können. Jede Generation repräsentiert auch hier den zu ihrer Zeit aktuellen Stand professioneller Servertechnik. Da die verschiedenen Modelle diverse Konfigurationsmöglichkeiten und Ausstattungsvarianten bieten, können sie individuell an die Anforderungen der Anwendung angepasst werden.
Aufgrund der Vielzahl an Modellen und Versionen ist es bei der Auswahl von älteren Geräten und Komponenten essenziell wichtig, die technische Dokumentation des jeweiligen Herstellers hinsichtlich Vorgaben und Einschränkungen zur Kompatibilität zu überprüfen.

HP ProLiant G5 & Dell PowerEdge 9. Generation

Die fünfte Generation der HP ProLiant Server erschien 2006 und unterstützt je nach Modell sowie Version verschiedene Prozessorkonfigurationen. Es sind sowohl Intel Modelle zur Verwendung von Xeon CPUs, unter anderem für den Sockel LGA 771, als auch AMD Modelle mit Unterstützung für Opteron Prozessoren im Sockel F erhältlich. Die Bestückung mit Arbeitsspeicher erfolgt nach damaligem Standard mit DDR2-RAM und Festplatten werden über SAS oder SATA Schnittstellen in den Systemen angebunden. Die Installation von Erweiterungskarten kann entweder in PCI-Express Steckplätzen oder in Slots des Vorgängerstandards PCI-X vorgenommen werden.

Technisch vergleichbare Alternativen sind in diesem Zeitraum auch von Dell erhältlich, die mit den PowerEdge Systemen der 9. Generation ebenfalls über ein breites Sortiment an Blade-Servern, Tower-Geräten und Rack-Servern in verschiedenen Höheneinheiten verfügen. Der Stand der Technik ist nahezu identisch und bietet je nach Modell sowie Konfiguration vielseitige Optionen zur Anpassung der Hardware an die Anforderungen der Anwendung.

HP ProLiant G6 & Dell PowerEdge 10. Generation

Bei der sechsten ProLiant Generation erfolgten 2009 modellabhängig verschiedene Änderungen. So erforderten Intel CPUs andere Prozessorsockel wie LGA 1366, während für weiterentwickelte Opteron Prozessoren der Sockel F beibehalten wurde. Daraus ergeben sich ebenfalls Unterschiede im Bereich Arbeitsspeicher, da je nach Konfiguration bereits der neuere DDR3-RAM Standard verwendet werden kann. Als Schnittstelle für Erweiterungskarten hat sich der PCIe Standard durchgesetzt, und ist je nach Modell bereits in der Version 2.0 verfügbar.

Mit der 10. Generation der PowerEdge Server sind zu dieser Zeit parallel wiederum Systeme von Dell erhältlich, die auf den gleichen Standards zur Bereitstellung vergleichbarer Leistung basieren. Abhängig von Modell und Formfaktor unterstützen die Server verschiedene Plattformen für CPUs von Intel und AMD, und bieten unterschiedliche Konfigurationsmöglichkeiten zur individuellen Anpassung.

HP ProLiant G7 & Dell PowerEdge 11. Generation

Für die siebte Generation aus dem Jahr 2010 wurden erneut weitere Prozessorsockel eingeführt. Darunter neben dem Sockel LGA 1567 für Intel Versionen der ProLiant Geräte auch die Sockel C32 und G34 zum Einsatz überarbeiteter AMD Opteron CPUs. Die inzwischen etablierten Standards DDR3 für Arbeitsspeicher und PCI-Express Slots der Generation 2.0 für Erweiterungskarten finden breite Unterstützung. Zur Anbindung von Festplatten und Laufwerken werden hingegen nach wie vor die bewährten SAS und SATA Protokolle genutzt.

Zeitgleich bietet Dell die PowerEdge Server der 11. Generation an, die in unterschiedlichen Formfaktoren und Konfigurationen über eine ähnliche Ausstattung verfügen. So sind etwa Tower-Server mit Intel Xeon, Pentium und Celeron Prozessoren für Sockel wie LGA 1155 und 1156 erhältlich, sowie Rack-Server mit Unterstützung für gängige Intel und AMD Plattformen.

HP ProLiant G8 & Dell PowerEdge 12. Generation

Mit der 2012 erschienenen achten ProLiant Generation erhielten die verschiedenen Intel Modelle durch den Sockel LGA 2011 Zugriff auf neue Xeon Prozessoren, was gleichzeitig die Verwendung der PCI-Express 3.0 Schnittstelle zur Installation von Erweiterungskarten ermöglicht. Die AMD Plattformen unterstützen weiterhin die Prozessorsockel C32 und G34, wodurch sich in dieser Generation die Geräteversionen stark in ihren Konfigurationsmöglichkeiten unterscheiden können.

In den im gleichen Jahr veröffentlichten PowerEdge Servern der 12. Generation nutzt Dell wieder vergleichbare Technik, verzichtet dabei jedoch auf AMD basierte Modelle. Die Geräte nutzen mit Sockeln wie LGA 1356 und LGA 2011 ausschließlich Intel Plattformen zum Einsatz von Xeon Prozessoren mit Unterstützung für DDR3 Arbeitsspeicher und PCIe 3.0 für Erweiterungssteckplätze.

Abhängig von der Gerätegeneration unterscheiden sich auch die Lösungen zur Serververwaltung

Sowohl HP als auch Dell setzen zur Serververwaltung und Fernadministration jeweils eigene Lösungen ein. Die ProLiant Server von HP ermöglichen den Zugriff per iLO (integrated Lights-Out). Dell bietet für seine PowerEdge Server mit iDRAC (integrated Dell Remote Access Controller) vergleichbare Funktionen. Da hier ebenfalls in regelmäßigen Abständen neue Varianten mit weiterentwickeltem Funktionsumfang erscheinen, unterstützen ältere Server je nach Generation oft nur bestimmte Versionen der Verwaltungssoftware.

Übersicht der HP iLO-Versionen

  • iLO 2: Kompatibel mit HP ProLiant G5 Servern
  • iLO 3: Kompatibel mit HP ProLiant G6 und G7 Servern
  • iLO 4: Kompatibel mit HP ProLiant G8 und G9 Servern

Übersicht der Dell iDRAC-Versionen

  • iDRAC 5: Kompatibel mit Dell PowerEdge Servern der 9. Generation
  • iDRAC 6: Kompatibel mit Dell PowerEdge Servern der 10. und 11. Generation
  • iDRAC 7: Kompatibel mit Dell PowerEdge Servern der 12. Generation

IBM Server älterer Generationen als kompatible Ersatzgeräte

Als weltweit bekanntes Unternehmen im IT-Sektor ist auch IBM (International Business Machines Corporation) ein Anbieter professioneller Servertechnik und Dienstleistungen. Neben Hardware wie Prozessoren wurden eigens dazu kompatible Betriebssysteme entwickelt sowie auf der x86-Chiparchitektur basierende Serverlösungen vertrieben. Die Bezeichnung der x86 Produktreihe wurde 2006 im Zuge der Umbenennung aller IBM Server von IBM xSeries in IBM System x geändert. Diese Servermodelle unterstützen sowohl die zu ihrer Zeit aktuellen Prozessoren von Intel als auch von AMD, und sind in verschiedenen gängigen Formfaktoren und Größen zum vielseitigen Einsatz in unterschiedlichen Infrastrukturen erhältlich. Nachdem die x86-Serversparte im Jahr 2014 von Lenovo übernommen wurde, erfolgte der Vertrieb der Geräte zunächst unter deren Namen, bis schließlich auch die Bezeichnung System x im Jahr 2019 der Lenovo Marke ThinkSystem weichen musste.
Die jeweilige Gerätegeneration wird bei IBM System x Servern durch das Kürzel M am Ende der Modellbezeichnung zusammen mit einer aufsteigenden Zahl gekennzeichnet. Somit handelt es sich bei einem Gerät mit dem Kürzel M2 um einen Server der zweiten Modellgeneration, Systeme der dritten und vierten Generation tragen die Bezeichnungen M3 und M4. Auch hier gilt für den Bereich Kompatibilität, dass bei der Auswahl von Geräten, Ersatzteilen und Zubehör unbedingt die technische Dokumentation des Herstellers beachtet werden sollte.

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